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Elon Musk veröffentlichte auf X ein Update zur Datenmenge, die Tesla nach eigener Einschätzung benötigt, um mit Unsupervised FSD übermenschliche Sicherheit zu erreichen. Teslas KI-Direktor Ashok Elluswamy bestätigte außerdem, dass einige Reasoning-Fähigkeiten – oft als der heilige Gral der KI-Entscheidungsfindung beschrieben – bereits in FSD ausgeliefert wurden; weitere Reasoning-Funktionen sind geplant.

10 Milliarden Meilen: 7 und steigend

In seinem Master Plan Part Deux nannte Elon ursprünglich eine Zahl von 6 Milliarden Meilen als Datensatzgröße, die nötig sei, um weltweit die behördliche Zulassung für echte Autonomie per Unsupervised FSD zu sichern. Dieses Ziel setzte ein System voraus, das exponentiell sicherer ist als menschliche Fahrer und sich durch das Fortwirken der 9er weiter verbessert, um Grenzfälle und reale Komplexität abzudecken.

Diese Zahl wurde nun aktualisiert.

Die von Elon und Tesla angestrebte Gesamtzahl bezieht sich auf reale Meilen. Zwar nutzen Tesla und andere Entwickler autonomer Systeme simulierte Daten zum Training, doch reale Fahrdaten sind entscheidend, um seltene Grenzfälle zu bewältigen, die in der echten Welt auftreten.

Wo steht Tesla jetzt?

Laut Teslas FSD Safety Hub hat die Flotte mit FSD bislang rund 7,1 Milliarden Meilen gesammelt. Damit fehlen noch etwa 2,9 Milliarden Meilen bis zum neu genannten Ziel von 10 Milliarden Meilen.

Da die FSD-Nutzung langsam zunimmt und die Flotte jährlich wächst, könnte diese verbleibende Strecke relativ bald erreicht werden. Im März 2025 meldete Tesla 3,6 Milliarden Meilen auf FSD; die Flotte liegt jetzt bei etwa 7,1 Milliarden Meilen. Beim aktuellen Tempo könnte Tesla innerhalb der nächsten sechs Monate 10 Milliarden Meilen erreichen.

Diese offene Anpassung von Elon unterstreicht, wie schwierig es ist, den langen Schwanz der Grenzfälle zu bewältigen: Bei 99 % anzukommen ist unkompliziert, aber der Sprung zu 99,9 %, 99,99 % und darüber hinaus wird exponentiell schwieriger. Diese Einschätzung folgte auf einen ähnlichen warnenden Hinweis von Elon und Ashok an NVIDIA nach der Vorstellung von Alpamayo auf der CES 2026.

Die nahezu unendliche Vielfalt an Grenzfällen – von nicht kartierten Routen und plötzlichen Änderungen bis hin zu unberechenbarem menschlichem oder tierischem Verhalten und schwierigen Wetterbedingungen – bleibt eine zentrale Herausforderung.

Reasoning mit V14

Um die Lücke zwischen 7 Milliarden und 10 Milliarden Meilen zu schließen, setzt Tesla nicht nur auf mehr Daten; das Unternehmen verändert auch, wie FSD Schlussfolgerungen zieht und Entscheidungen trifft.

Ashok erklärte, dass FSD V14.2, das derzeit an Kundenfahrzeuge ausgerollt wird, bereits erste Implementierungen von Reasoning-Fähigkeiten enthält.

Was ist Reasoning wirklich?

Bislang hat FSD größtenteils wie ein schnelles Reflexsystem funktioniert – eine rote Ampel oder ein Hindernis erkennen und reagieren. Reasoning ermöglicht es dem Fahrzeug, vor dem Handeln mehrere mögliche Zukünfte zu simulieren und in Echtzeit vorausschauend Routenentscheidungen und Manöver zu planen, ähnlich wie ein Mensch.

Einfach gesagt verbessert Reasoning das menschenähnliche Fahren: Statt dort anzuhalten, wo eine Straße abrupt gesperrt ist, kann das Auto erkennen, dass es ausweichen muss, die Umgebung beobachten und einen alternativen Weg wählen.

Im von Ashok verwendeten Beispiel zum Parken bedeutet Reasoning, dass das Fahrzeug einen sicheren Platz am Bordstein wählen, an einer Einfahrt nicht anhalten und nicht einfach am letzten markierten Ziel rechts ranfahren kann.

Die Kernaussagen

Elons Schätzung von 10 Milliarden Meilen macht deutlich, wie groß die Komplexität des realen Fahrens ist. Ashoks Update zeigt, dass ein praktischer Weg nach vorn – Vision-Language-Action-Modelle, die denken statt nur reagieren – bereits im Gange ist und nicht bloß theoretisch bleibt.