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Tesla führt FSD dieses Jahr in Japan ein

Tesla plant, sein „Full Self-Driving (Supervised)“-System bis Ende 2026 in Japan einzuführen. Damit soll die fortschrittlichste Fahrerassistenzsoftware des Unternehmens in einer der komplexesten Verkehrsumgebungen der Welt zum Einsatz kommen.

Im Rahmen seiner umfassenderen Expansion in Asien hat das Unternehmen mit Tests auf öffentlichen Straßen in dem Land begonnen. Laut einem Bericht von Nikkei stellte Tesla am Donnerstag ein mit FSD ausgestattetes Model Y für Erprobungen auf japanischen öffentlichen Straßen vor, was auf einen Übergang von privaten Tests hin zu einer Markteinführung für Verbraucher hindeutet.

FSD-Tests auf japanischen Straßen

Tesla testet FSD in Japan bereits seit August 2025 unter Ausschluss der Öffentlichkeit, zunächst mit einer einzelnen Model 3 Limousine. Die Testflotte umfasst nun auch das Model Y SUV, was dabei hilft, Daten über verschiedene Fahrzeughöhen und Sensorplatzierungen hinweg zu sammeln.

Die Sicherstellung, dass die KI die japanischen Verkehrsregeln einhält – wie etwa die strikte Anforderung, vor Fußgängerüberwegen zu stoppen – bleibt eine zentrale Hürde. Das erste Feedback der Tester war positiv.

Teslas globale FSD-Roadmap

Der Vorstoß in Japan ist Teil einer breiter angelegten Markteinführung. Full Self-Driving (Supervised) ist derzeit in sieben Ländern verfügbar: den USA, Kanada, Mexiko, China (wo die vollständige behördliche Zulassung noch aussteht), Australien, Neuseeland und Südkorea.

Tesla hat zudem mehrere weitere Märkte im Visier:

  • Vereinigte Arabische Emirate: Ursprünglich für einen Start im Januar 2026 geplant, bleiben die VAE ein wichtiges Ziel für die nächste Expansionsphase. Der Automobilhersteller begann Ende letzten Monats offiziell mit FSD-Straßentests in den VAE.
  • Israel: Tesla hat bereits mehrfach Pläne angedeutet, die Software in naher Zukunft nach Israel zu bringen.
  • Europäische Union: Dies ist seit langem ein mit Spannung erwarteter Markt. Elon Musk deutete zuvor an, dass die erste EU-Zulassung im Februar erfolgen könnte, eine offizielle Bestätigung gab es bislang jedoch nicht. Kürzliche Code-Entdeckungen auf der niederländischen Website von Tesla deuten jedoch darauf hin, dass monatliche FSD-Abonnements für die Region vorbereitet werden.

Um das Bewusstsein zu schärfen und Regulierungsbehörden sowie Verbrauchern die Technologie in Europa näherzubringen, hat Tesla im vergangenen Jahr ein FSD-Mitfahrprogramm gestartet, das Demonstrationen aus erster Hand auf lokalen Straßen bietet.

Der Weg zur Autonomie

Da das System auf künstlicher Intelligenz und Kameras anstelle von vorab kartierten Routen basiert, kann es über Over-the-Air-Software-Updates auf bestehende Fahrzeuge übertragen werden. Bei einer Zulassung könnte die Funktion bei rund 40.000 Teslas, die bereits auf japanischen Straßen unterwegs sind, aktiviert werden.

Während die Entwicklung voranschreitet, arbeitet das Unternehmen an einer unbeaufsichtigten Version von FSD, bei der ein Mensch weder die Hände am Lenkrad noch die Augen auf der Straße halten muss. Für den Moment markiert das Ziel für Japan im Jahr 2026 einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung globaler Autonomie.