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@TailosiveEV

Eine neue Gruppe von Teslas Fahrzeugen zur technischen Validierung wurde in Los Gatos, Kalifornien, gesichtet und zeigt ungewöhnliche Hardware-Änderungen. Anders als die standardmäßigen Validierungsträger, die in den vergangenen Jahren zu sehen waren und typischerweise mit auf dem Dach montierten LiDAR-Systemen zur Ground-Truth-Erfassung ausgestattet sind, tragen diese Exemplare, ein Cybertruck und ein Model 3, eine spezielle Kamerahalterung, die an den Ecken der Frontstoßstange montiert ist.

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Die provisorisch wirkenden Halterungen positionieren Weitwinkelkameras tief über dem Boden und nach außen geneigt. Während Tesla regelmäßig neue Sensoren testet, deutet die Platzierung von Kameras an diesen Eckpositionen – um frontale tote Winkel abzudecken, die mit dem aktuellen Kameralayout schwer zu erfassen sind – darauf hin, dass das Unternehmen gezielt Daten sammelt, um zwei zentrale Probleme zu lösen: Summon und Banish.

Ground Truth

Teslas Vision-Ansatz basiert auf Occupancy Networks – Software, die Objekte in toten Winkeln vorhersagt, indem sie sich daran erinnert, was das Auto Sekunden zuvor gesehen hat. Dieses Gedächtnis ist für den Cybertruck besonders wichtig, weil die nach vorne gerichteten Kameras bestimmte Bereiche um die Stoßfänger herum nicht sehen können.

Allein das Gedächtnis reicht für die präzisen langsamen Manöver nicht aus, die für Summon und Banish erforderlich sind. Durch die Kombination dieser niedrig montierten Eckkameras mit hochauflösendem Roof-LiDAR scheint Tesla einen neuen Ground-Truth-Datensatz aufzubauen: eine pixelgenaue Darstellung des Bereichs direkt um den Stoßfänger.

Mit diesem Datensatz können die neuronalen Netze von FSD besser auf die Entfernung und das Volumen von Hindernissen innerhalb des blinden Bereichs schließen. Kurz gesagt bringt Tesla seinen Systemen bei, Objekte in der „Leere“ vorherzusagen, wo Produktionskameras keinen direkten Blick haben, und so das Risiko zu verringern, bei engen Manövern Hindernisse zu streifen.

Der Banish-Flaschenhals

Der Bedarf an diesen Tests ist zweifach. Banish ist eine Kernfunktion für Robotaxi und FSD Unsupervised, und der Cybertruck bleibt das einzige Fahrzeug in Teslas Modellpalette, dem Actually Smart Summon fehlt.

Ein Großteil der Flotte läuft inzwischen mit FSD v14, aber Actually Smart Summon arbeitet weiterhin auf einem älteren Legacy-Stack, der noch nicht in das einheitliche End-to-End-Neuronale Netzwerk migriert wurde. Dieser Legacy-Code ist stark von Autopilot-Routinen abhängig, die nicht auf den Cybertruck portiert wurden.

Banish ermöglicht es einem Auto, Sie an einer Tür abzusetzen und dann autonom über einen Parkplatz zu fahren, um einen Stellplatz zu finden. Die Funktion – die in früheren FSD-Versionen versprochen wurde – verlangt, dass das Fahrzeug komplexen, unvorhersehbaren Parkplatzverkehr ohne Menschen am Steuer bewältigt, wobei es keinen Spielraum für Fehler gibt.

Um Unfälle zu vermeiden, müssen Teslas Frontsicht-Modelle in den frontalen toten Winkeln eine Präzision im Millimeterbereich erreichen, damit Banish und Smart Summon sicher funktionieren können.

Ein Blick auf zukünftige Hardware?

Auch wenn die Halterungen auf diesen Fotos provisorisch aussehen, wirft der Test die Frage auf, ob Tesla in künftigen Hardware-Versionen dedizierte Eckkameras hinzufügen oder das Problem allein per Software lösen wird.

Konkurrenten wie Lucid und Rivian nutzen zusätzliche Kameras, Radar oder Ultraschallsensoren, um diese toten Bereiche abzudecken. Tesla hat Ultraschallsensoren zuvor entfernt, um Kosten und Komplexität zu senken und Sensor-Konflikte zu reduzieren; sich nur auf hoch montierte Kameras zu verlassen, hat sich als schwierig erwiesen.

Nach Frontstoßstangen-Kameras wird schon lange gefragt, weil solche Kameras den frontalen toten Winkel beseitigen und Fahrzeuge Hindernisse an Kreuzungen früher erkennen lassen würden. Derzeit muss ein Fahrzeug oft weit genug nach vorn fahren, damit die B-Säulen-Kameras eine klare Sicht erhalten.

Allerdings erscheint ein Retrofit oder ein plötzlicher Refresh in der Mitte des Zyklus mit zusätzlichen Eckkameras unwahrscheinlich. Diese Aktivität ist höchstwahrscheinlich eine Datenerfassungsmaßnahme, die darauf abzielt, die Softwareleistung auf bestehender Hardware zu verbessern.