Tesla-Website-Code deutet auf monatliche FSD-Abos für Europa hin

Tesla-Besitzer in Europa warten seit Jahren auf den vollen Zugang zum „Full Self-Driving“ (FSD). Während die Software in Nordamerika längst zum Alltag gehört, haben europäische Vorschriften die Verfügbarkeit bisher eingeschränkt. Ein aktueller Fund im Quellcode der Tesla-Website deutet darauf hin, dass eine flexiblere Zahlungsoption kurz bevorstehen könnte.
Beobachter entdeckten im Quelltext der niederländischen Tesla-Website auskommentierten Code, der auf einen „Subscription Price Hook“ (Abo-Preishinweis) verweist, was von @Tesla_NL_TR auf X geteilt wurde. Der Code lässt darauf schließen, dass die Seite bereits die Infrastruktur für ein Abonnement für 99 € pro Monat enthält, dessen Aktivierung über ein serverseitiges Flag gesteuert wird. Auch wenn 99 € ein Platzhalter sein könnten, der sich an der monatlichen Gebühr von 99 $ in den USA orientiert, signalisiert dies, dass Tesla sein Backend für die Einführung von Abonnements in Europa vorbereitet.
FSD in Europa: Was ist der Grund für die Verzögerung?
Tesla arbeitet seit Jahren daran, die Zulassung für FSD (Supervised) auf europäischen Straßen zu erhalten, und hat einen ehrgeizigen Plan für die Einführung des Systems bis Februar 2026 skizziert. Dieser Zeitplan war mit der Zusammenarbeit mit der niederländischen Fahrzeugzulassungsbehörde (RDW) als Weg zu einer breiteren europäischen Zulassung verknüpft. Dennoch wurde FSD bisher weder in den Niederlanden noch anderswo in der EU von den Regulierungsbehörden genehmigt.
Um die Sicherheit zu demonstrieren und Interesse zu wecken, führte Tesla im vergangenen Jahr in Städten wie Hamburg, Berlin und Amsterdam ein FSD-Mitfahrt-Programm durch, bei dem Menschen in Europa den Fortschritt des Systems aus erster Hand erleben konnten. Elon Musk deutete in den letzten Wochen an, dass die ersten offiziellen Zulassungen bereits in diesem Monat erfolgen könnten, doch da die letzte Februarwoche angebrochen ist, gibt es noch immer keine offizielle Ankündigung.
Einmaliger Kauf vs. Abonnement
In Nordamerika gab es kürzlich eine große Richtlinienänderung: Anfang des Monats hat Tesla die Option eingestellt, FSD in den USA und Kanada als einmaliges Upgrade für 8.000 $ zu erwerben. Für neue Besitzer dort ist der Zugang nun auf ein monatliches Abonnement beschränkt.
In Europa ist der einmalige Kauf vorerst noch möglich, doch Präzedenzfälle deuten auf ein Auslaufen hin. In Australien, wo die FSD-Abonnements im vergangenen Herbst eingeführt wurden, hat Tesla angekündigt, dass die Option des einmaligen Kaufs am 31. März endet. Sobald Abonnements in Europa starten, könnte auch dort die „Einmal-Kaufen“-Option schnell eingestellt werden.
Ein Blick in die Zukunft
Das Auftauchen von Abo-Hinweisen auf der niederländischen Website deutet darauf hin, dass Tesla das Angebot aktivieren kann, sobald die Regulierungsbehörden grünes Licht geben. Für viele Fahrer ist eine monatliche Gebühr von 99 € leichter zu rechtfertigen als eine vierstellige Vorauszahlung, insbesondere solange sich die Funktion noch im „überwachten“ Modus befindet.
Während das von Tesla zuvor gesetzte Zieldatum Februar 2026 näher rückt, dürften weitere „Leaks“ dieser Art auftauchen, während sich das Unternehmen darauf vorbereitet, seine fortschrittlichste KI auf die streng regulierten europäischen Straßen zu bringen.















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