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Teslas autonome Zukunft war in Washington, D.C. prominent vertreten, wo das Unternehmen während des „National Autonomous Vehicle Safety Forum“ das serienreife Cybercab am Hauptsitz des US-Verkehrsministeriums (USDOT) präsentierte.

Wie @TeslaMaryland berichtet, konnte die Öffentlichkeit im Innenraum Platz nehmen und diesen erleben. Die Präsentation markiert einen Wandel von den früher gezeigten Validierungsmodellen hin zu einem Fahrzeug, das bereit für das Fließband zu sein scheint.

Das Tesla Robotaxi

Das Cybercab ist ein zweisitziges, zweckgebundenes Elektrofahrzeug, das als Ankerpunkt für Teslas Robotaxi-Netzwerk dienen soll. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Auto ist es für den intensiven Einsatz im Fahrdienst konzipiert. Während Besitzer ihre eigenen Fahrzeuge im Laufe der Zeit in die Flotte einbringen sollen, ist das Cybercab darauf ausgelegt, mit extrem niedrigen Betriebskosten schnell skaliert zu werden.

Innenraumkamera, Kofferraumkamera und mehr

Das in Washington ausgestellte Serienmodell weist einige Verfeinerungen gegenüber dem ursprünglichen Konzept auf. Eine auffällige Änderung ist das Display – ein etwa 21 Zoll großer Bildschirm, der größte, der jemals in einem Tesla-Fahrzeug verbaut wurde. Der Innenraum wurde zudem um zwei USB-C-Anschlüsse in der Mittelkonsole und eine ungewöhnlich große Innenraumkamera erweitert.

Der mit Teppich ausgelegte hintere Stauraum des Konzepts wurde in der Serienversion durch eine strapazierfähigere, nicht mit Teppich versehene Oberfläche ersetzt. Die Kabine selbst ist weiterhin mit Teppich ausgelegt und bietet sehr großen Passagieren ausreichend Beinfreiheit. Die Bedienelemente sind minimal: Es gibt weder Lenkrad noch Pedale, und die einzige manuelle Eingabemöglichkeit ist ein Not-Aus-Schalter oberhalb des Bildschirms. Unterhalb der Getränkehalter in der Mittelkonsole befinden sich zwei Tasten zum Öffnen der Türen.

An der Außenseite sind die Scheinwerfer direkt in die vordere Lichtleiste integriert, was für ein nahtloses Erscheinungsbild sorgt, das sich vom Layout des Model Y unterscheidet. Das Fahrzeug scheint zudem eine Kofferraumkamera zu besitzen – eine Premiere für Tesla –, die dazu beitragen könnte, dass Passagiere keine Gegenstände vergessen. Um die Sicht der „Full Self-Driving“-Hardware nicht zu beeinträchtigen, ist das Cybercab mit einer Hochdruck-Waschanlage für jede externe Kamera ausgestattet, die von einem eigenen Tank mit einem Mehrkanal-Auslasssystem gespeist wird.

Türöffnungstaste

Dies ist auch der erste Blick auf die Türöffnungstaste des Cybercabs, die konzeptionell der des Cybertrucks ähnelt. Obwohl die Funktionalität vergleichbar ist, scheint die Umsetzung beim Cybercab resistenter gegen Straßenschmutz und Eis zu sein, die den Betrieb beeinträchtigen könnten. Die Tür-Taste des Cybertrucks ist eine größere, physische Taste, die nach unten gedrückt wird.

Keine der Lösungen ist auf den ersten Blick besonders intuitiv, insbesondere ohne Beschriftung, aber die Version des Cybercabs wirkt langlebiger und weniger anfällig für winterbedingte Probleme.

Massenproduktion und Markteinführung

Das Cybercab ist von zentraler Bedeutung für den Wandel Teslas von einem traditionellen Automobilhersteller zu einem auf KI und Robotik fokussierten Unternehmen. Die Massenproduktion soll offiziell im April in der Gigafactory Texas beginnen, wobei die Auslieferungen in den darauffolgenden Monaten hochgefahren werden sollen.

Das in D.C. ausgestellte Modell verfügt über keine traditionellen Bedienelemente, obwohl Tesla eingeräumt hat, dass frühe Fahrzeuge bei entsprechenden regionalen Vorschriften möglicherweise mit Lenkrad ausgeliefert werden könnten. Das Unternehmen scheint jedoch Vertrauen in das lenkradlose Design zu haben, da es in Austin bereits vollständig fahrerlose Robotaxi-Fahrten anbietet. Obwohl das Ausstellungsmodell noch einen verdeckten Ladeanschluss zu haben scheint, sieht der langfristige Plan den Übergang zum kabellosen induktiven Laden vor.

Während sich Tesla dem Produktionsziel für April nähert, dient die Präsentation in Washington als letzter „Realitätscheck“ für Regulierungsbehörden und die Öffentlichkeit. Der Schritt in eine fahrerlose Gesellschaft ist kein Projekt für „irgendwann“ mehr; für Tesla beginnt er nächsten Monat.