Fast das gesamte letzte Jahrzehnt über vertrat JPMorgan eine der beständig pessimistischsten Einschätzungen der Wall Street zu Tesla und behielt aufgrund von Bedenken hinsichtlich traditioneller Finanzkennzahlen der Automobilbranche und des wachsenden globalen Wettbewerbs seit 2018 ein „Underweight“-Rating bei.
Diese Haltung hat sich nun geändert: Das Unternehmen stufte Tesla auf „Neutral“ hoch und hob das Kursziel von 145 $ auf 475 $ an.
Analystenwechsel und ein breiterer Rahmen
Der Zeitpunkt fällt mit einem Wechsel in der Zuständigkeit zusammen. Rajat Gupta hat kürzlich die Berichterstattung von Ryan Brinkman übernommen, der die „Underweight“-These rund acht Jahre lang gestützt hatte. Unter Guptas Ansatz und Methodik verlagert sich die Bewertung von einer rein automobilwirtschaftlichen Perspektive hin zu einem breiteren Rahmen.
Das Unternehmen stellte fest, dass Investoren zunehmend über das heutige Elektrofahrzeuggeschäft hinaus auf erhebliche zukünftige Chancen blicken, darunter unüberwachte Robotaxis, humanoide Robotik, maßgeschneiderte KI-Chips und Software-as-a-Service-Modelle (FSD-Abonnements).
Vertikale Integration als Unterscheidungsmerkmal
Ein zentraler Grund für die Erhöhung des Kursziels um 227 Prozent ist die unverwechselbare Betriebsarchitektur von Tesla. JPMorgan betonte, dass ein beispielloser Grad an vertikaler Integration von Hardware und Software einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil darstellt.
Das Unternehmen ist der Ansicht, dass diese Integration vom breiteren Markt noch immer etwas missverstanden und unterschätzt wird, jedoch einen großen Vorsprung bei der Skalierung der Autonomie bietet.
JPMorgan prognostiziert eine signifikante Ergebniswende gegen Ende des Jahrzehnts.
Obwohl das Unternehmen Ausführungsrisiken im Zusammenhang mit behördlichen Genehmigungen und der Skalierung einräumt, sieht es Teslas Chancen nun weit über die Produktion von Elektrofahrzeugen hinausgehen.














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